Jedes Handeln Einzelner in einer Organisation ist in ein System von Wechselwirkungen eingebettet. [ mehr dazu ... ]
Wir Menschen sind stets autonom und immer auch Teil eines Ganzen. Wir stehen in Wechselbeziehungen zu unseren Mitmenschen und bilden Organisationen. In diesen Organisationen, die wiederum Teil eines größeren Ganzen sind, verfolgen wir Ziele und nehmen Rollen ein. Wir nehmen und geben Freiräume und wir unterliegen Einschränkungen. Unsere Perspektiven sind unterschiedlich und erfassen jeweils nur Aspekte und Teile des Gesamten. Der systemische Ansatz eröffnet den Blick auf das ganze System, seine Rahmenbedingungen und seine wichtigsten Determinanten. Wir erkennen so die Verflechtungen, Wechselwirkungen und Abhängigkeiten innerhalb eines Organisationssytems. Es geht darum, Zusammenhänge zu begreifen, Muster zu verstehen und diese Erkenntnisse nutzbar zu machen.
Lösungs- und ressourcenorientierter Ansatz:
Fast alles, was wir benötigen, um unsere Probleme zu lösen, ist bereits vorhanden. Wir müssen das Rad nicht stets neu erfinden, sondern es vor allem nutzen und sinnvoll weiterentwickeln. [ mehr dazu ... ]
Lösungen haben Vorrang vor Problemen. Der Blick auf die Möglichkeiten im Sinne von Weiterentwicklung und Nutzung vorhandener Ressourcen ist wesentlich hilfreicher und nützlicher als Problemfokussierung, Ursachenforschung und Vergangenheitsbewältigung. Urteile wie „Richtig" und „Falsch" sind meist auch eine Frage der jeweiligen Perspektive. Reflektierte Erfahrungen, Fehler und Krisen sind wesentliche Ressourcen für Lernen und Entwicklung.
Pragmatisch ökonomischer Ansatz:
Auf die Menschen zu achten und dabei das Unternehmen zu vergessen, führt zu Misserfolg! [ mehr dazu ... ]
Der Zweck eines Unternehmens ist es, erfolgreich zu sein, indem seine Produkte und Dienstleistungen optimal und gewinnbringend am Markt positioniert werden. Der Unternehmer (oder das Top Managment eines Unternehmens) ist in seiner Rolle Innovator. Er greift neue Ideen auf und setzt sie durch. Dabei werden aktuelle Strukturen in einem Prozess "kreativer Zerstörung" verändert oder neu geschaffen. Innovation geschieht nicht zum Selbstzweck, sondern aus der Notwendigkeit heraus, das Unternehmen als funktionierendes, erfolgreiches System zu erhalten.
Humanistischer Ansatz:
Auf das Unternehmen zu achten und dabei die Menschen zu vergessen, führt zu Misserfolg! [ mehr dazu ... ]
Das Wesentliche in Organisationen sind die Menschen. Menschen sind auch in Zeiten höchster technologischer Entwicklung nicht ersetzbar und ohne sie gibt es keinen unternehmerischen Erfolg. Jedes Unternehmen ist auch eine soziale Organisation, weil Menschen und ihr professionelles Handeln Teil der Wertschöpfungsprozesse sind. In allen Unternehmen, auch in Nonprofit-Organisationen, muss es deshalb darum gehen, gemeinsam mit anderen Menschen Ziele zu erreichen und erfolgreich zu sein. Die Fähigkeit, die "Humanressourcen" eines Unternehmens in einer Weise einzusetzen, die allen Beteiligten Sinn stiftet und nutzt, ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für Unternehmenserfolg. Führungskräfte müssen sich dieser Aufgabe mit Vorrang widmen.
Konstruktivistischer Ansatz:
Jeder lebt in seiner eigenen Wirklichkeit. Dies gilt es angemessen zu berücksichtigen. [ mehr dazu ... ]
Für uns Menschen ist das wahr, was wir wahrnehmen. Aus unseren Wahrnehmungen leiten wir individuelle Bedeutungen und daraus individuelle Wirklichkeiten ab. Unser Handeln bezieht sich also stets auf diese Bedeutungen und diese Wirklichkeiten. Lernen und Entwicklung, insbesondere Veränderungen von Einstellungen, Haltungen und Verhalten basieren auf Erkenntnissen, die unsere Wahrnehmungen, unsere Bedeutungsgebungen und damit unsere Wirklichkeiten verändern.